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V. Jahrgangsstufen

1. Erprobungsstufe

Die Jahrgangsstufen 5/6 stellen als Erprobungsstufe eine pädagogische Einheit dar. Die Schüler erhalten die Möglichkeit, sich im Rahmen des Fachlehrersystems mit der Arbeitsweise der Realschule vertraut zu machen. Dabei sollte der Klassenlehrer, wenn möglich, in mehreren Fächern eingesetzt werden. Im Unterricht wird an die gewohnt anschauliche Arbeitsweise der Grundschule und das Vorwissen der Schüler angeknüpft. U.a. ist es Aufgabe der Erprobungsstufe, das elementare Wissen der Schüler verschiedener Grundschulen anzugleichen und damit eine gemeinsame Basis für ein erfolgreiches Arbeiten zu schaffen.

Die Erprobungsstufe soll im eigentlichen Sinne des Wortes als ein Zeitraum angesehen werden, in dem sich Schüler erproben, d.h. in dem Gelingen und Nicht-Gelingen gleichermaßen ernstgenommen werden. Ebenso sollte sie aber, spätestens im Verlauf der Jahrgangsstufe 6, deutlich machen, für welche Schüler eine andere Schulform ratsam wäre

Den o.g. zentralen Begriff der Ganzheitlichkeit im Blick behaltend, ist ein möglichst frühzeitiger und enger Austausch zwischen Grundschule und weiterführender Schule unabdingbar (s. Kapitel „Kooperation mit der Grundschule“) Gerade die Erprobungsstufe bietet zudem vielfältige Gelegenheiten, den Kindern einen emotionalen Zugang zu IHRER Schule zu ermöglichen, da sich die Schüler noch am Anfang ihrer Schullaufbahn der weiterführenden Schule befinden und sich altersgemäß Neuem gegenüber gerne und schnell öffnen bzw. bereit sind, viel Kreativität in den Unterricht mit einzubringen. So zeigen sie z.B. nur wenige Hemmungen bei Rollenspielen oder beim Gesang einzelner Lieder im Musik- und/oder Fremdsprachenunterricht. Diesen Zustand einer gewissen Offenheit sollte sich die Erprobungsstufe zunutze machen, um Weichen für die Arbeit in den folgenden Entwicklungsstufen zu stellen.

Die Einschulung

Die neuen Schüler werden in der letzten Woche vor den Sommerferien im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula am Nachmittag eingeschult. Die Begrüßungsfeier wird von den ehemaligen Fünferklassen mit deren Klassenlehrern vorbereitet, evtl. auch mit Unterstützung durch die Kunst- und Musiklehrer. Im Anschluss an die Feier begeben sich die Klassenlehrer mit ihren Schülern zu einem kurzen Kennenlernen in den neuen Klassenraum, wo ihnen die wichtigsten Informationen für die ersten Schultage mitgeteilt werden. Währenddessen informiert der Schulleiter die Eltern der neuen Fünftklässler über wichtige Abläufe und Einrichtungen der Städtischen Realschule Bergneustadt und steht ihnen für Fragen zur Verfügung.

Die ersten Schultage

Die neuen Schüler brauchen am Anfang etwas Zeit, sich in der neuen Schule zu orientieren und mit der neuen Situation vertraut zu machen. Aus diesem Grunde ist in den ersten Tagen Beziehungsarbeit wichtiger als die Vollständigkeit des Fachunterrichts.
Die Klassenlehrer betreuen an den ersten drei Schultagen die Fünferklassen jeweils fünf Schulstunden lang, um sie mit der neuen Umgebung, festen Abläufen sowie der Schul- und Hausordnung vertraut zu machen. Ebenso dienen die sogenannten Klassenlehrertage dazu, erste Kontakte zu den neuen Mitschülern zu knüpfen und die Beziehung zwischen Klassenlehrer und Schülern – außerhalb des Fachunterrichts – auf einer personalen Ebene herzustellen.
Außerdem werden wichtige arbeitsorganisatorische und methodische Themen behandelt, wie z.B. die Gestaltung des häuslichen Arbeitsplatzes zur Erledigung der Hausaufgaben, die effektive Führung eines Hausaufgabenheftes, die ausgewogene Organisation von schulischer Arbeit und Freizeitgestaltung am Nachmittag.
Schüler und Klassenlehrer überlegen gemeinsam, wie die ihnen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten gestaltet werden können, so dass eine angenehme Lernatmosphäre entsteht. Auf diese Weise wird dem Schüler signalisiert, dass er sein Lernumfeld in positivem Sinne mitgestalten kann, wodurch bereits hier seine Mitverantwortung gestärkt und somit eine erste Bindung an die neue Lernumgebung auf emotionaler Basis ermöglicht wird.

Schullaufbahnberatung durch den Klassenlehrer

Die Erprobungsphase erfordert, in ihrem eigentlichen Sinne verstanden, so stark wie beinahe keine andere Phase der Schullaufbahn ein genaues Beobachten der einzelnen Schüler durch Fach- und Klassenlehrer bzgl. kognitiver und sozialer Kompetenzen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Kommunikation zwischen allen am Lernprozess Beteiligten.
Ein reger Austausch zwischen Klassenlehrer und Schüler sowie zwischen Klassenlehrer, Eltern und Schüler, besonders in problematischen Fällen, wird als selbstverständlich erachtet.
Elternsprechtage finden ein Mal pro Halbjahr statt. Termine für individuelle Beratungsgespräche können jederzeit mit einzelnen Lehrern abgesprochen werden.
Ein weiterer wichtiger Baustein der Schullaufbahnberatung stellt die Elterninformation über die Wahl der Differenzierungsfächer durch die Schulleitung einige Wochen vor Beendigung der Erprobungsstufe dar.
Grundsätzlich werden Eltern, falls notwendig, durch den Klassenlehrer beraten, welche weitere Schullaufbahn für ihr Kind am geeignetsten ist. Es kann zum Verbleiben in der Realschule, einem Wechsel zur Hauptschule geraten oder eine Empfehlung zum Gymnasium gegeben werden.

Sozialtraining

Im Rahmen des Präventionsprogramms haben wir für die Erprobungsstufe ein Sozialtraining vorgesehen.
Seit einigen Jahren nehmen unsere Schüler zu Beginn der 6. Klasse an einem dreitägigen Seminar der I.F.B.E. (Initiative für Freizeit, Bildung und Erziehung) in Stift Keppel, Hilchenbach teil. Unter Anleitung speziell ausgebildeter Sozialpädagogen reflektieren sie über alltägliche Verhaltensmuster und üben effektive Kommunikationsmöglichkeiten zur Förderung ihrer sozialen Kompetenz ein.

Sonderpädagogische Beratung

Die sonderpädagogische Beratung spielt, vor allem im Kontext der Inklusion, eine zunehmend wichtige Rolle. In der Städtischen Realschule Bergneustadt ist eine Sonderpädagogin mit 13 Stunden tätig. Das Aufgabenfeld der Sonderpädagogin ist breit gefächert. Im Fokus ihres Beratungsfeldes stehen Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Insgesamt aber umfasst das Beratungsfeld ein breites Spektrum an Handlungsfeldern. So vermittelt und berät sie nicht nur bei Lehr- und Lernschwierigkeiten von Lehrern und Schülern, sondern ebenso bei erzieherischen Problemen im schulischen, aber auch häuslichen Bereich.
Die Sonderpädagogin berät in Gruppen- oder Einzelgesprächen Schüler, Eltern und Lehrer. Sie nimmt Kontakt auf zu externen Beratungsstellen, wie Kinder- und Jugendpsychologen, Therapeuten oder dem Jugendamt.
Somit dient sie als Bindeglied zwischen Schüler, Schule und Elternhaus.
Zudem berät die Sonderpädagogin auch fachlich, indem sie bei Bedarf gemeinsam mit dem Fachlehrer Konzepte zum veränderten Lehren und Lernen sowie der Leistungsmessung (Nachteilsausgleich) bei Schülern mit Förderbedarf erarbeitet.
Ebenso kann in Einzelfällen eine Sozialpädagogin, die bereits seit mehreren Jahren für die Städtische Realschule Bergneustadt zur Verfügung steht, auf Anfrage zur Beratung hinzugezogen werden.

Inklusion

Die Städtische Realschule Bergneustadt beschult zurzeit drei Inklusionskinder. Im kommenden Schuljahr wird die Zahl auf acht Inklusionskinder steigen.
Unterstützt wird das Arbeiten der Inklusionskinder in erster Linie durch eine Sonderpädagogin (s. Sonderpädagogische Beratung) und im Einzelfall durch eine Schulbegleiterin.
In wöchentlich stattfindenden Gesprächen beraten Sonderpädagogin, Schulbegleiterin und Klassenlehrerin gemeinsam über den jeweiligen Schüler und entwickeln individuelle Fördermethoden. Die Schulbegleiterin informiert sehr detailliert über das aktuelle Sozial- und Arbeitsverhalten des zu betreuenden Schülers.
In regelmäßigen Abständen werden die Erziehungsberechtigen zum Gespräch geladen. Ebenso finden halbjährlich Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt des Oberbergischen Kreises statt.
Die Sonderpädagogin überprüft in angemessenen zeitlichen Abständen den Förderbedarf der einzelnen Schüler und diskutiert diesen in der eigens dafür einberufenen Klassenkonferenz. Hier werden auch Möglichkeiten des fachspezifischen Nachteilsausgleichs besprochen.

2. Mittelstufe

Die Jahrgangsstufen 7 und 8 bilden unsere Mittelstufe.
Die Städtische Realschule Bergneustadt ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern neben einer umfassenden Grundbildung die Entfaltung verschiedener Begabungsrichtungen durch ein vielfältiges Bildungsangebot in der Differenzierung. Differenzierung in der Realschule hat das Ziel, die unterschiedlich ausgeprägten Lernbedürfnisse der Realschülerinnen und -schüler zu erfassen. Sie ist also keine Leistungs- sondern eine Neigungsdifferenzierung.
Die endgültige Neigungsdifferenzierung, d.h. Festlegung des Schwerpunktes im Wahlpflichtbereich, setzt mit dem Eintritt in die Jahrgangsstufe 7 ein. Jede Schüler wählt im Einvernehmen mit den Erziehungsberechtigten und nach Beratung durch den Fachlehrer nach seinen Neigungen und Interessen einen Schwerpunkt im Wahlpflichtbereich I: Als Entscheidungshilfe finden Informationsstunden für die Schüler sowie ein Informationsabend für die Eltern statt.

Folgende Schwerpunkte können gewählt werden:

1. die zweite Fremdsprache Französisch
2. der naturwissenschaftliche Zweig mit dem Schwerpunkt Biologie
3. das Fach Informatik
4. der gesellschaftswissenschaftliche Bereich mit dem Schwerpunkt Sozialwissenschaften

3. Oberstufe

Die Oberstufe - die Jahrgangsstufe 9 und 10 - führt das vorgenannte Differenzierungsangebot der Mittelstufe fort, ist also gegliedert in:

1. Unterricht im Kernbereich (Klassenverband)
2. Unterricht im Wahlpflichtbereich (Kursgruppen)
3. Unterricht Ergänzungsstundenbereich, in dem jeder Schüler eine Arbeitsgemeinschaft wählt