
Dauerlauf und Lehrmethoden - Gemeinsames Projekt mit dem Berufskolleg der Stadt Burg(OVZ 28.10.06)
Berufsschüler fühlten den Landtagskandidaten auf den Zahn (Oberberg-aktuell 05-03-17)
Marketing lernen nach Feierabend (Oberbergische Volkszeitung, 05-02-04)
Haus der Lernens feierte: 100 Jahre BKO und Anbau eingeweiht (Oberberg-aktuell 04-09-20)
Werner Diedrich neuer Vorsitzender des BKO-Fördervereins (Oberberg-aktuell 04-02-18)
Ein Anbau für sieben Millionen (OVZ 2003-04-30)
Lehrer aus Swiebodcize besuchten Berufskolleg (OVZ 2002-05-14)
Weihbischof Dick diskutierte in der Kaufmännischen Schule OVZ 2002-05-23)
Dauerlauf und Lehrmethoden(OVZ 28.10.06)
Wie Jugendliche in Sachsen-Anhalt auf das Berufsleben
vorbereitet werden, haben zehn Lehrer des Berufskollegs auf dem
Hepel in Gummersbachs Partnerstadt Burg erfahren. Die Pädagogen
trafen sich mit ihren Kollegen der Berufsschule "Conrad Tack".
Mehrere Stunden führte der Burger Schulleiter Stefan Bruns
die Gäste durch seine Schule, die eine kaufmännische,
gewerbliche und hauswirtschaftliche Abteilung hat. Die Frage,
wie den Jugendlichen der Einstieg ins Berufsleben erleichtert
und ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden kann, stand
im Mittelpunkt. Die Lehrer vereinbarten ein Projekt, bei dem oberbergische
Schüler während einer Woche in Burg Grundfertigkeiten
in Bau, Metall und Hauswirtschaft erwerben.
Gemeinsam mit Burger Kollegen starteten die oberbergischen Lehrerinnen
Christiane Andrich, Andrea Luhn und Elke Bornemann-Scholz beim
Magdeburger Halbmarathon -"um sich für die gemeinsamen
Vorhaben in Form zu halten", wie Schulleiterin Elisabeth
Witsch berichtet. (aga)
Vortrag von Prof. Dr. Hans Rühmann am Berufskolleg Oberberg
Am 14. April fand im Forum des Berufskollegs Oberbergs, Kaufmännische Schulen, auf dem Hepel in Gummersbach eine Veranstaltung mit dem Titel "Berufschancen in Oberberg" statt.
Der Förderverein des Berufskollegs hatte den Campussprecher der Fachhochschule Gummersbach Prof. Dr. Ing. Rühmann eingeladen, um vor Studierenden der Fachschule für Wirtschaft und geladenen Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung über die Berufsperspektiven in unserer Region zu sprechen


Das Lehrangebot von Professor Rühmann umfasst Produktautomation und Fertigungs-verfahren für Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen. Vor seiner Lehrtätigkeit war er als Produktmanager in der Industrie tätig und sieht sich deshalb auch als Vermittler von Technik und Betriebswirtschaft. Eine aussichtsreiche Berufsausbildung sollte seiner Meinung nach einen klar erkennbaren Schwerpunkt mit einer Zusatzqualifikation aufweisen. Der Spezialist mit Zusatzqualifikation, der über den Tellerrand hinausschaut, ist mehr denn je gefragt. Beispiele für diese Ausrichtung sind der Informatiker und der Ingenieur, die mit einer zusätzlichen kaufmännischen Qualifikation als Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsingenieur erfolgreich sind. Junge Leute sollten sich nicht so sehr an der aktuellen Situation oder an so genannten Modeberufen orientieren. Einsatz im Beruf mit einem hohen Maß an Selbstdisziplin ist nur dann möglich, so Dr. Rühmann, wenn die Berufsentscheidung aus dem Herzen kommt.
Die Studiengänge an der Fachhochschule passen sich internationalen Strukturen an. So werden sich 2008 die letzten Studenten für einen Diplomstudiengang einschreiben könne. Bachelor- und Masterstudiengänge treten an deren Stelle. Mit der Reduzierung der Studien-dauer könnte allerdings auch eine Reduzierung der Einstiegsgehälter der Absolventen verbunden sein.
Laut Dr. Rühmann biete die regionale Wirtschaft insgesamt gute Chancen für Berufs-anfänger. Die Gründe dafür sieht er in der mittelständischen Struktur der oberbergischen Betriebe. Die überwiegend familiengeführten Betriebe weisen eine gesunde Eigenkapitalbasis auf, die einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Diesen Betrieben soll die Politik durch eine gezielte Mittelstandsförderung helfen. Der Informatiksektor ist in Oberberg eher unterrepräsentiert und auch der Dienstleistungsbereich ist seiner Meinung nach ausbaufähig. In diesen Bereichen könnten noch Potentiale für die zukünftige Ausbildung liegen.
Berufsschüler fühlten Landtagskandidaten auf den Zahn
(lo/17.3.2005-14:40) Oberberg - Rund vier Wochen hatten sich zehn Klassen der Höheren Handelsschule im Politikunterricht auf die heutige Fragestunde vorbereitet, um den oberbergischen Landtagskandidaten Bettina Fuhg (Grüne), Andrea Steinert (FDP), Peter Biesenbach (CDU) und Dr. Gero Karthaus auf den Zahn zu fühlen.

Bilder: Björn Loos --- Die Schüler-Moderatoren Sebastian Müller und Benjamin Schröder (Mitte) mit den Landtagskandidaten Dr. Gero Karthaus, Andrea Steinert, Bettina Fuhg und Peter Biesenbach (v.l.).]
Von der oftmals kolportierten Politikverdrossenheit
junger Menschen war im Forum des Berufskollegs Oberberg auf dem
Hepel in Gummersbach nichts zu spüren. Die Schüler im
Alter zwischen 16 und 20 Jahren beteiligten sich aktiv an der
Diskussion und hatten sich dabei offensichtlich ausgezeichnet
auf die Themengebiete vorbereitet. Wir haben den Vorschlag
zu dieser Veranstaltung gemacht und die Schüler haben sehr
positiv darauf reagiert, erklärte der stellvertretende
Schulleiter Ulrich Eckardt.

[200 Schüler ließen sich die Veranstaltung im Forum des Berufskollegs nicht entgehen.]
Zwei Diskussionsblöcke standen auf der Tagesordnung: Schul- und Bildungspolitik sowie die Situation auf Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Die Gefahr, das die vier Politiker dabei in überlange Monologe verfielen, bestand nicht: Die Moderatoren Sebastian Müller und Benjamin Schröder schritten konsequent ein, wenn der ein oder andere die Redezeit überspannte. Unbedingt schlecht tat das der Veranstaltung nicht.
Besonders im Interesse der Schüler standen die Themen Studiengebühren und die Übernahme von Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung. In Sachen Gebühren gingen die Meinungen sowohl auf dem Podium als auch im Publikum auseinander.
Während Karthaus und Fuhg Studiengebühren ablehnten, machten sich Biesenbach und Steinert für deren Einführung stark. Ein Schüler fragte, aus welchen Töpfen Rot-Grün universitärer Bildung ohne Gebühren finanzieren wolle. Einige monierten, dass sozial Schwächeren dadurch verwehr bliebe, ein Studium zu beginnen. Zudem wünschten sich die Berufsschüler klare Konzepte, wie man nach Abschluss der Ausbildung vom jeweiligen Betrieb übernommen werden könne. Probleme wie die Diskriminierung von ausländischen Ausbildungsplatzsuchenden wurden ebenfalls angesprochen.
Marketing
lernen nach Feierabend
Von HARALD KNOOP
Oberbergische Volkszeitung, 04.02.2005
GUMMERSBACH. Seit zehn Jahren gibt es am kaufmännischen Berufskolleg
in Gummersbach die Fachschule für Absatzwirtschaft. In dreieinhalb
Jahren bekommen hier vornehmlich Kaufleute nach Feierabend und
an Samstagen das Rüstzeug für die Übernahme von
Führungsaufgaben im mittleren Management. Zertifiziert wird
das Ganze mit dem Titel des staatlich geprüften Betriebswirts.
Besonderer Clou dieser einzigen Weiterbildungsmöglichkeit
am BKO in Gummersbach ist ein Projekt zum Ende der Ausbildungszeit:
In kleinen Gruppen müssen die Schüler für heimische
Unternehmen Marketingprojekte umsetzen. Immer mehr Firmen sind
mit dem Resultaten so zufrieden, dass sie den Fachschulklassen
ein ums andere Mal einen Auftrag erteilen.
Und auch das Interesse heimischer Industrie-, Büro- oder Bankkaufleute an dieser Weiterbildung ist groß. 48 Schüler haben die beiden Klassen derzeit, für den nächsten Kurs mit 24 Teilnehmern liegen 58 Anmeldungen vor. Die besten Chancen hat derzeit, wer am längsten berufstätig ist.
Konzepte für Reifen, Bier, Schwimmbad
Die Auftraggeber sind so unterschiedlich wie die heimische Wirtschaft. Die Bielsteiner Brauerei zählt dazu und die Gemeinde Nümbrecht, die sich schon während des Umbaus ihres Schwimmbades eine Werbekonzeption für den Zeitpunkt der Wiedereröffnung ausarbeiten lässt. Da ist ein heimisches Reifenhaus, das eine Imagebroschüre für Großkunden braucht, oder die Ein-Mann-Schreinerfirma, die möglichst pfiffig auf sich aufmerksam machen möchte.
Acht Wochen (umgerechnet 100 Unterrichtsstunden) haben die Fachschüler Zeit, die Projekte zu realisieren. Manche knien sich dermaßen rein, dass es auch 400 oder 500 Stunden werden, sagt Bildungsgangleiterin Dagmar Dick.
Ihre Lehrer sehen die Mitglieder der Projektgruppen bei den so genannten Meilenstein-Sitzungen. Hier wird vorgetragen, was bislang unternommen wurde, wie die Zeitplanung aussieht, was bis zum nächsten Treffen erledigt sein soll. Die Lehrer greifen nur ein, wenn sich Fehlentwicklungen abzeichnen oder das Zeitmanagement durcheinander zu geraten droht.
Die Auftraggeber wirbt das Berufskolleg per Rundschreiben an. Inzwischen wächst die Zahl der Unternehmen, die die Abschlussprojekte schon regelmäßig nutzen, um für sich Konzepte und Ideen entwickeln zu lassen. Manche Schüler bringen den Auftraggeber in Form ihres Arbeitgebers gleich mit.
Der Wehnrather Fahrradreifenhersteller Bohle zum Beispiel bekam von der Projektgruppe brauchbare Vorschläge für die Vermarktung von Rollstuhlreifen. Manuela Zahn, Bohle-Mitarbeiterin und damals Mitglied der Schülergruppe, stieg nach bestandener Abschlussprüfung inzwischen zur Marketingleiterin des Bohle-Rollstuhlsegments auf. Für sie war die Fachschule in Gummersbach die wirtschaftlichste Möglichkeit sich fortzubilden: Es kostete nichts und lag vor der Haustür. Dass sie sich beruflich weiterbilden musste, stand für die junge Frau außer Frage. Die bestandene Prüfung konnte entweder beim Aufstieg in der jetzigen Firma helfen oder die Chancen bei der Suche nach einem neuen Job erhöhen. Inzwischen drückt schon der dritte Bohle-Mitarbeiter die Schulbank in Gummersbach.
Die meisten Chefs schätzen den Einsatz
Das Gros der Chefs schätzt den Einsatz nach Feierabend. Wer eine solche Ausbildung macht, zeigt Einsatzbereitschaft und den Wunsch weiterzukommen, meint Oliver Pack, Werbechef der Erzquell-Brauerei in Bielstein. Für die arbeitet eine Projektgruppe gerade an einer Verkaufsförderaktion für das Kölsch in Bügelflaschen. Wie bei allen anderen Firmen hängt vom Gelingen des Projektes nicht das Wohl und Wehe des Unternehmens ab. Es sind schließlich (noch) keine Marketingprofis, die da am Werk sind. Doch investieren die Firmen gerne Zeit für Briefings und Besprechungen - wer weiß, vielleicht kommt ja was heraus, das sich irgendwie nutzen lässt.
Wer die Fachschule besucht, muss nicht nur
mehr arbeiten als seine Kollegen, er muss auch erhebliche Einschränkungen
seines Privatlebens hinnehmen. Zweimal wöchentlich nach Feierabend
bis abends um neun in die Schule, samstags von 8 bis 13 Uhr, dazu
das Büffeln daheim und das Vorberieten auf Arbeiten und Prüfungen.
Wenn die Familie oder der Partner nicht dahintersteht, gehts
nicht, sagt ein Familienvater. Warum er sich das trotzdem
antut? Nicht auf der Stelle treten wollen die Fachschüler,
lernen und beruflich weiterkommen. Oder zumindest den gegenwärtigen
Job nicht verlieren.
(KR)
Haus
der Lernens feierte: 100 Jahre BKO und Anbau eingeweiht
(sl/20.9.2004-12:25) Gummersbach Am vergangenen Samstag
wurde am Berufkolleg Oberberg (BKO) am Hepel so richtig gefeiert:
Zum einen können die kaufmännischen Schulen auf ein
fast 100-jähriges Bestehen zurückblicken, und zum anderen
wurde der Anbau feierlich eingeweiht.

[Bilder: Simone Liebelt --- Musikalisch wurde die Feierstunde anlässlich des Einweihung des Anbaus im Forum des Berufskollegs Oberberg eröffnet.]
Viele geladene Gäste hatten am Samstagmorgen den Weg zum Berufskolleg Oberberg in Gummersbach gefunden. In dem neuentstandenen Forum fand nämlich die Einweihung des Anbau statt. Unter den Gästen waren natürlich Lehrer und einige Schüler. Aber auch Besucher aus Politik und Wirtschaft hatten sich angekündigt. So waren Rainer Lessenich, Leiter der Zweigstelle Oberberg der IHK Köln, Kai Uffelmann (Kreishandwerkerschaft), Klaus-Peter Flosbach (MdB), Peter Biesenbach (MdL), Rita Sackmann als stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Gummersbach sowie die Vorsitzenden und auch einige Mitglieder der Kreistagsfraktionen gekommen.

[Andreas Blank, Dezernet der Bezirksregierung, gratulierte zum konsequenten Ausbau zu einem "Haus des Lernens".]
Schulleiterin Elisabeth Witsch freute sich, dass der Anbau nun fertig gestellt sei. Den Architekten sei es gelungen, eine hervorragende Einheit zwischen dem Altbau und dem Neubau zu schaffen. Es ist ein hervorragendes Umfeld für die pädagogische Arbeit am Berufskolleg entstanden, so die Schulleiterin. Auch der Stand der Technik in der Schule sei beispielhaft. Die Entwicklung der letzten Jahre macht uns Mut, die schwierigen Aufgaben in Gegenwart und Zukunft zu meistern.
Auch Landrat Hans-Leo Kausemann war sichtlich angetan. Sie haben einen zufriedenen und glücklichen Landrat vor sich. In seinem Grußwort ließ er die Planung des Anbaus nochmals Revue passieren. Vor drei Jahren hat der Kreistag den Beschluss gefasst, in 2002 haben wir mit den ersten Planungen begonnen. Vor einem Jahr war Baubeginn, und heute sitzen wir hier und feiern. Dennoch sei er stolz darauf, dass beim Ausbau auch die heimische Wirtschaft mit einbezogen worden sei. Natürlich gehen wir auf die Bedürfnisse der Ausbildungsbetriebe ein. Und zum anderen waren vorwiegend Unternehmen aus der Region am Bau beteiligt.
Die Arbeiten liefen parallel zum Unterricht, Lehrer und Schüler pendelten zwischen dem BKO am Hepel und den Räumlichkeiten im Merten-Park. Doch diese Not habe nun ein Ende. Der Kreis hat tief in die leeren Kassen gegriffen, so der Landrat. Insgesamt seien 6,55 Millionen verbaut worden, aber 400.000 weniger als zuerst kalkuliert.

[Gerd Rosendahl von ISE war ebenfalls zu Gast und stellte 1.000 für die farbliche Gestaltung des Forums zur Verfügung.]
Dr. Hans Horn, Vorsitzender des Kreisschulausschusses, erinnerte an die Anfänge des Berufskollegs. Bereits am 28. März 1905 hatte der Kreistag Gummersbach einen entsprechenden Entschluss gefasst, eine berufsbegleitende Pflichtschule zu gründen. 1950 folgte dann der Beschluss, das gesplittete Schulwesen, welches unter anderem den kaufmännischen, den hauswirtschaftlichen und den bankenbezogenen Bereich beinhaltete, zusammen zu fassen. In Dieringhausen wurde der hauswirtschaftliche Teil des BKO untergebracht, am Hepel die Wirtschaftsschule.
Als Vertreter der Ausbildungsbetriebe sprach Gerd Rosendahl, geschäftsführender Gesellschafter von ISE Bergneustadt. Er stellte die große Bedeutung heraus, die die Ausbildung im Unternehmen ISE habe. Zurzeit haben wir mehr als 150 Auszubildende in ganz Deutschland, davon 89 in Bergneustadt. Aber auch im nächsten Jahr werden wir wieder Azubis einstellen. Wir machen das, weil wir das wollen. Dafür brauchen wir auch keine politische Motivation. Auch arbeite man sehr gut mit dem Berufskolleg zusammen. Und auch in den nächsten Jahren werde die Firma viel in diese Zusammenarbeit investieren. Und damit fing Rosendahl auch gleich schon im Rahmen der Feierstunde an. Er versprach, dem BKO 1.000 zur Verfügung zu stellen, damit hier ein bisschen Farbe ins Forum kommt.
Sitzen: 4-, Deutschland gibt zu wenig für Bildung aus, so habe das Handelsblatt am vergangenen Mittwoch getitelt, berichtete Andreas Blank, schulfachlicher Dezernent bei der Bezirksregierung Köln. Aber für den Oberbergischen Kreis stimmt das nicht. Der hat viel Geld ausgegeben. So hoffe Blank, dass dieser Impuls auch auf die Unternehmen überspringe. Er beglückwünschte Lehrer und auch die Politik zum konsequenten Ausbau der Berufskollegs zu einem Haus des Lernens. Blank: Hier ist man gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

[Dr. Hans Horn als Vorsitzender des Kreisschulausschusses ließ die fasr 100-jährige Geschichte des BKO Revue passieren.]
Aber nicht nur Reden und Grußworte standen auf dem Programm, Lehrer wie Schüler sorgten für den musikalischen Rahmen der Feierstunde. Zunächst einmal waren es Herbert Höver, Klaus Buhl und Rolf Engbert, die mit Geige und Klavier erste musikalische Töne ins neue Forum zauberten. Für den etwas moderneren Teil waren dann Kerstin Deters, Christian Nover und Michael Steiger zuständig. Sie präsentierten unter großem Beifall Behind Blue Eyes. Am Ende traten alle Musiker zusammen als Big Band des BKO auf die Bühne. Sie präsentierten gleich zwei Lieder in einem. Zu hören gab es die Promenade von Modest Mussorgkij und Daydream Believer von John Stewart.
Sechs angehende Bürokauffrauen aus der Klasse BO3 zeigten dann, dass man nicht nur Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Bürowirtschaft beherrscht. Sie tanzten zum Song Bounce von Sarah Conner einen Dance4Fans, welchen sie auch außerhalb des Unterrichtes geübt hatten. Und am Ende wurden harte Arbeit und Lampenfieber mit viel Applaus und Blumen belohnt.
Im Anschluss an die Feierstunde stand ein Tag der offenen Tür auf dem Programm. Hier hatten nicht nur die Gäste, sondern auch Lehrer, Schüler, Eltern und alle anderen Interessierten die Möglichkeit, den Neubau selbst unter die Lupe zu nehmen und kennen zu lernen.


[Schülerinnen der BO3 präsentierten einen Tanz aus der Rubrik "Dance4Fans".]

[Die Big Band des Berufskolleg sorgte mit einer interessanten musikalischen Mischung für Unterhaltung.]
Werner
Diedrich neuer Vorsitzender des BKO-Fördervereins
(sl/18.2.2004-12:45) Gummersbach Der Förderverein
des Berufskollegs Oberberg hat einen neuen Vorsitzenden: Nachdem
sich Burkhard Glombik aus Altersgründen nicht mehr für
eine Wiederwahl zur Verfügung gestellt hat, hat jetzt der
ehemalige Schulleiter Werner Diedrich das Amt inne.
Auf der diesjährigen Hauptversammlung des Fördervereins des Berufskollegs Oberberg (BKO) wurde der ehemalige Schulleiter Werner Diedrich zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Engbert, Kaiser und Stein wurden im Amt bestätigt. Mit Gernot Wölfer von der Volksbank Oberberg gehört als Beisitzer ein Vertreter der oberbergischen Wirtschaft dem Vorstand an.
Auf Initiative von Diedrich wurde im Jahr 1990 der Förderverein gegründet, dessen Vorstand unter anderem Burkhard Glombik angehörte. Nach seiner Pensionierung als Lehrer am BKO übernahm er zunächst den zweiten und dann ab 1992 den ersten Vorsitz. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung dankte BKO-Schulleiterin Elisabeth Witsch Glombik für die geleistete Arbeit, denn er hatte sich aus Altersgründen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung gestellt.
Seit seiner Gründung wuchs der Verein auf 75 Mitglieder an, darunter 18 Unternehmen und 48 aktive beziehungsweise ehemalige Lehrer der Schule. Schwerpunkte der Förderung sind die Anschaffung von Lernmitteln für den Unterricht, Zuschüsse zu Schüleraustauschfahrten mit den ausländischen Partnerschulen und die finanzielle Unterstützung von bedürftigen Schülern bei Klassenfahrten.
(sl/13.2.2004-16:20) Gummersbach Heute Mittag wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau am Berufskolleg Oberberg am Hepel gelegt: Nachdem im April letzten Jahres mit den Bauarbeiten begonnen wurde, wird der Umzug für das nächste Schuljahr geplant.
Auch wenn heute Freitag, der 13. ist, so ging beim Richtfest am Berufskolleg Oberberg (BKO) in Gummersbach alles gut. Vertreter aus Politik, der Nachbarschaft und der beteiligten Baufirmen waren gekommen, um zusammen mit den Lehrern des BKO die Grundsteinlegung zu feiern. Während der Bauarbeiten wurde der erste Grundstein, der zu Beginn der 50-er Jahre gelegt wurde, entfernt und die Inhalte freigelegt.
Nachdem im April des vergangenen Jahres
mit dem Bau des Erweiterungsgebäudes begonnen wurde, wurden
mit dem heutigen Richtfest die Arbeiten am Rohbau symbolisch beendet.
Landrat Hans-Leo Kausemann erklärte in seinem Grußwort,
warum der Oberbergische Kreis als Schulträger einer Erweiterung
zugestimmt hatte: "Die Erweiterung war notwendig, um die
zersplitterte Unterbringung nach Umbauten im Altbau und Zwischenunterkünften
im Gewerbekomplex Merten wieder zusammenzuführen." Die
Baumaßnahme werde das Berufskolleg für die Zukunft
rüsten.
Bereits zum Schuljahr 2004/2005 soll der Unterricht in den 15
neuen Räumen, der Anbau hat im Übrigen eine Fläche
von 4.000 Quadratmetern, aufgenommen werden. Sonderräume
für Schüler, Lehrer, die Schulverwaltung und ein Forum,
das sich zurzeit noch im Bau befindet, ergänzen die neuen
Räumlichkeiten. Aus finanzieller Sicht konnte Kausemann mitteilen,
dass zwar fast sieben Millionen eingeplant seien, diese
aber wahrscheinlich durch Einsparungen unterschritten werden.
Doch bevor Landrat Kausemann und die Schuldirektorin Elisabeth
Witsch den Grundstein legten, führte Ronny Jungjohann einen
alten Zimmermannsbrauch durch. Ein Schnapsglas wurde dabei geworfen,
damit die Scherben dem neuen Gebäude "Glück bringen".
Beteiligt sind an den Baumaßnahmen überwiegend Firmen aus dem Oberbergischen und den angrenzenden Kreisen, wobei die Firma Weschenbach aus Morsbach als Generalunternehmen agiert. Ein Dank seitens des Landrates und der Schulleitung gab es nicht nur für die Nachbarn. Witsch: "Wir haben einen direkten Nutzen von den Arbeiten, während die Nachbarschaft die Baumaßnahmen ertragen müssen." Für Dr. Hans Horn und Manfred Strombach wird der Erweiterungsbau des Berufskollegs Oberberg wohl die letzte Baumaßnahme in ihrem aktiven Dienst sein. Während Horn für eine Wiederwahl in den Kreistag nicht mehr zur Verfügung steht, wird der leitende Kreisbaudirektor Strombach Ende März aus Altersgründen aus dem Dienst des Oberbergischen Kreises ausscheiden. "Ein I-Tüpfelchen erfolgreicher Arbeiten", würdigte Landrat Hans-Leo Kausemann das Wirken der Beiden.
Ein Anbau
für sieben Millionen
Die Bauarbeiten am Berufskolleg Hepel laufen bereits auf Hochtouren-
im September 2004 soll alles fertig sein
OVZ 30.04.2003
Von Frank Dittrich
"Das waren noch Zeiten, als der Kreis noch die Finanzhoheit
hatte", meinte Landrat Hans-Leo Kausemann. Heute wäre
der Anbau der Kaufmännischen Schulen des Berufskollegs Oberberg
auf dem Hepel kaum noch finanzierbar.
"Gut, dass wir den Beschluss schon 2001 gefasst haben."
Gestern stellte der Kreis seine einzige Großbaustelle mit
einem Investitionsvolumen von rund sieben Millionen Euro vor.
Die Bauarbeiten sind in vollem Gang. In drei Wochen, so Generalunternehmer Thomas Weschenbach aus Morsbach, der unter sieben Anbietern den Zuschlag erhielt, sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein. Bnis dahin werden die Anwohner des Hepels nach Regengüssen wohl noch mit den mehr oder weniger verschmutzten Straßen leben müssen. Allerdings versprach Weschenbach auch den Einsatz von Straßenreinigungsgeräten.
Ingesamt entstehen 15 neue Klassen- und Funktionsräume sowie eine neue Schulverwaltung. Der Altbau bleibt in seiner Optik erhalten. Für eine Komplettsanierung des 1953 eingeweihten Schulgebäudes ist kein Geld da. Hier und da sind oder werde es Verbesserungen geben, die alleine schon aus Sicht des Brandschutzes notwendig waren, meinte Kreisbaudezernent Manfred Strombach. Es werde auch ausreichend Parkplätze (146) geben.
Für Schuldezernent Hartmut Decker war der Beschluss für den Anbau die richtige Weichentellung durch den Kreistag. Bei rund 2000 Schülern - allein in den letzten Jahren sind es rund 15 Prozent mehr geworden.
"Die augenblickliche Situation ist
unbefriedigend, doch das Ende der Bauarbeiten ist andererseits
ja absehbar." Tröstet sich Schulleiterin Elisabeth Witsch.
Man freue sich auf den Neubau und das Ende des Provisoriums mit
den in den Merten-Park ausgelagerten zwölf Klassen.
Trotz der Schwierigkeiten bei laufendem Schulbetrieb: Im September
soll der Anbau mit seinen rund 4000 Quadratmetern Nutzfläche
fertig sein. Thomas Weschenbach :"Das wird eng, und wir dürfen
keine Zeit verlieren- aber wir schaffen das. Wir haben extra zehn
Betonbauer aus der Region eingestellt.
Weihbischof
Dick diskutierte in der Kaufmännischen Schule - Sexualität
war kein Tabu
(OVZ 2002-05-23)
Ein Versprechen eingelöst hat Weihbischof Dr. Klaus Dick
mit seinem Besuch der Kaufmännischen Schule auf dem Hepel.
Zusammen mit Kreisdechant Joseph Herweg stellte er sich im Computerraum
der Schule im Beisein der Leiterin Elisabeth Witsch und dem evangelischen
Religionslehrer Pfarrer Frank Oschmann den Fragen von etwa 30
Schülerinnen und Schüler.
Spätestens als Dick fragte "Wen von ihnen habe ich gefirmt?" war das Eis gebrochen. Moderatorin Carmen Ohler trug die Fragen stellvertretend auch für nicht anwesende Schüler vor. Ganz unbefangen stellte sie dem geistlichen Würdenträger zunächst Fragen wie "Machen sie Urlaub?" oder "Welche Kleidung tragen sie in ihrer Freizeit?"
Was die mehrheitlich weiblichen Fragesteller wirklich bewegt, zeigte sich dann in Fragen wie: "Warum stellt die Katholische Kirche in ihren Schwangerschafts-Beratungsstellen keine Scheine mehr aus?*' und "Sind sie gegen Sex vor der Ehe?"
Über die Antworten des Weihbischofs dürften die Schüler kaum verwundert gewesen sein. Dick argumentierte erwartungsgemäß entsprechend der geltenden katholischen Lehre. Seine Antworten zeigten indes, dass ihm die Lebenswirklichkeit heutiger junger Menschen keinesfalls fremd ist.
"Für euch", meinte er, "ist es natürlich viel schwerer, der kirchlichen Auffassung zu folgen, dass Sex in die Ehe gehört, als das in meiner Jugend der Fall war." Und auf die Nachfrage, ob Paare, die jahrelang ohne Trauschein zusammenleben, auf sexuellen Kontakt verzichten sollten, meinte er: "Wenn sie das täten, sollten sie sich besser untersuchen lassen, ob bei ihnen alles stimmt."
Auch das Zölibat der katholischen Priester verteidigte Dick als die Möglichkeit, sich frei von eigenen familiären Zwängen auf die Hilfe für die Mitmenschen zu konzentrieren. "Ich denke, ich konnte dadurch mehr Zeit für Hilfesuchende investieren."
Dass protestantische Pfarrer deshalb weniger leisten würden, wie es eine Fragestellerin wissen wollte, ließ Dick dennoch nicht gelten: "Beide haben ihre Probleme."
Im Anschluss diskutierte Weihbischof Dick mit den acht Religionslehrern beider Konfessionen an der Kaufmännischen Schule Themen der Gestaltung des Religionsunterrichts.
Lehrer
aus Swiebodcize besuchten Berufskolleg
(OVZ 2002-05-14)
Beeindruckt von der Ausstattung der Schulgebäude zeigten sich die vier Lehrkräfte aus Swiebodcize, der polnischen Partnerstadt Waldbröls. Während ihres Aufenthaltes im Oberbergischen hatten die Gäste unter anderem auch die Kaufmännischen Schulen des Berufskollegs Oberberg in Gummersbach und Waldbröl besucht.
"Die Schüler haben hier sehr viele Möglichkeiten ihr theoretisches Wissen im Unterricht praktisch umzusetzen", meinte dabei Schulleiter Edward Sagan aus Swiebodcize. "Die deutschen Schüler arbeiten dabei viel selbstständiger als bei uns in Polen", ergänzte Deutschlehrerin Bozena Olzdeka.
Seit einem halben Jahr besteht eine Partnerschaft zwischen den Kaufmännischen Schulen und der Schule ,Zespól Szkól Zawodowych in Swiebodcize. Bereits im Oktober letzten Jahres besuchte eine Gruppe Gummersbacher Lehrer diese Einrichtung.
Die Partnerschaft sei ein wichtiger Beitrag für die Annäherung von Jugendlichen aus beiden Ländern, erklärte beim Empfang der polnischen Gäste Waldbröls Bürgermeister Christoph Waffenschmidt. Seine Unterstützung bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen für polnische Schüler sagte anschließend Hans Lessenich, der Leiter der Industrie- und Handelskammer in Gummersbach, zu.
Die Gäste aus Polen besichtigten bei
ihrem Besuch auch die Stadt Köln sowie die gewerblichen Schulen
in Dieringhausen.
Raumnot und Brandschutz an Kaufmännischen Schulen bereiten Kreis Kopfschmerzen
Von Frank Dittrich
(OVZ 00-05-31)
fd. Gummersbach. Das Berufskolleg Oberberg, die Kaufmännischen Schulen Gummersbach und Waldbröl, platzt aus allen Nähten. Notklassen müssen für das neue Schuljahr angemietet werden. Doch das ist nicht die einzige Hiobsbotschaft. Die zweite ist ein echter Hammer: Die Schule "Am Hepel" muss mit Millionenaufwand saniert werden, um Brandschutzauflagen gerecht zu werden - wenn der Kreis nicht sogar neu bauen muss.
1760 Schüler besuchen derzeit die Kaufmännischen Schulen - 75 Klassen mit insgesamt 64 hauptamtlichen Lehrkräften. Man könne derzeit, so Kreisschuldezernent Hartmut Decker in der jüngsten Sitzung des Kreisschulausschusses, den Unterrichtsbetrieb nur "unter unzumutbaren Bedingungen" aufrecht erhalten. Solch eine Situation, verursacht durch den enormen Anstieg der Zahl der Vollzeitschüler, sei nur kurzfristig vertretbar.
Im bevorstehenden Schuljahr mit 37 Klassen, die täglich zum Unterricht kommen, und allen anderen berufsspezifischen Angeboten, ist bei dem bestehenden Raumangebot ein ordnungsgemäßer Unterricht nicht mehr gewährleistet," unterstrich Decker. Es bleibe nur die Möglichkeit, in angemietete Räume auszuweichen. Wohin, das konnte Decker noch nicht sagen. Nach OVZ-Informationen böte sich eine Möglichkeit in den früheren Räumen der Firma Merten in Windhagen dort, wohin auch schon die Kreisverwaltung bei der Umbauphase des Kreishauses ausgewichen war.
Auch die Schule Waldbröl ist randvoll und muss mit einer Klasse im kommenden Jahr in ein Notquartier ausweichen. Hartmut Decker zu den Gesamtkosten: "Das ist eine Pflichtaufgabe des Kreises, deshalb brauchen wir hier und heute nicht über irgendwelche zusätzlichen Kosten diskutieren."
Horst Enneper (CDU): "Auslagern ist Mist. Gibt es für die kommenden zehn Jahr verlässliche Zahlen? Darin würde sich ein Anbau in jedem Falle lohnen Weitere Wortbeiträge gab es aus dem Ausschuss nicht.
Doch wer in diesem Augenblick gedacht hatte, dass es bei einer kleinen Hiobsbotschaft geblieben wäre, den belehrte Hartmut Decker eines Besseren. Auf dem Tisch der Kreisverwaltung liege ein Brandschutzgutachten, teilte er dem Ausschuss mit. Und das hat es in sich. Hartmut Decker: "Der Kreis ist zu erheblichen baulichen Maßnahmen am Schulgebäude Hepel gezwungen, die quasi einer Gesamtsanierung der Schule gleichkommen. Derzeit wird innerhalb der Verwaltung ein Konzept erarbeitet."
Nach OVZ-Informationen wird vor allem die Nutzung des Dachgeschosses im Brandschutzgutachten moniert. Hier gibt es offenbar keine den Richtlinien entsprechenden Fluchtwege. Außerdem kann die Feuerwehr das Obergeschoß von der Südseite nicht mit der Drehleiter erreichen. Zusätzliche Fluchttüren innen Lind nach außen müssen nicht nur im Mittelgeschoss eingebaut werden. Die Holzschränke im Flur des Anbaus sollen verschwinden. Eine Konsequenz, falls den Verantwortlichen nicht noch eine Lösung einfällt: Die Technikräume im Dachgeschoss könnten nicht mehr genutzt werden - das aber würde noch weniger Klassenräume bedeuten.
Diesen Sachverhalt fasste Hartmut Decker noch moderat zusammen: "Durch die Sanierung wird sich das ohnehin zu kleine Raumangebot auch noch reduzieren. Wir müssen allen Ernstes an eine Erweiterung der Schule denken." Allerdings wollte er die Pferde nicht völlig scheu machen. Zunächst wolle man seitens der Verwaltung auf verlässliche Daten warten. Das beziehe sich auch auf die Schülerzahl und natürlich die Kosten einer Sanierung. Decke abschließend: Wir werden mit Vorsicht an das Thema herangehen, aber ich bin sicher, das es uns noch länger beschäftigen wird. Gemeinsam werden wir den besten Weg finden."
Das Thema war zwar offiziell im Ausschuss abgehakt, doch unmittelbar nach Sitzungsschluss debattierten einige Ausschussmitglieder in trauter Runde die Hiobsbotschaft weiter. Ein Mitglied: "Klassen auslagern, Klassen fallen weg, das alte und dann ohnehin zu kleine Gebäude vielleicht mit Millionenaufwand sanieren - ich denke, dass wir auch in Richtung Abriss und Neubau überlegen sollten."
Lossprechung von 25 Zahnarzthelferinnen
(Anzeigenen-Echo 01-10-02)
25 weibliche Auszubildende und
ein männlicher Auszubildender haben die Abschlussprüfung
als Zahnarzthelfer bzw. Zahnarzthelferin bestanden. Die erfolgreichen
Zahnarzthelferinnen
und -helfer versammelten sich gemeinsam mit etwa 60 Arzthelferinnen
im Berufskolleg Oberberg
am Hepel, um in einer Feierstunde ihre Zeugnisse in Empfang zu
nehmen. Viele Eltern und
Freunde, Vertreter der Kammern und die Lehrerinnen und Lehrern
waren zur Gratulation gekommen.
Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin des Berufskollegs,
Elisabeth Witsch, und einer
kurzen Ansprache eines Vertreters der Ärztekammer überreichte
der Bildungsleiter, Matthias
Liesche im Auftrag der Zahnärztekammer die Helferinnenbriefe
und den Helferbrief und die
Prüfungszeugnisse. Anschließend wurden die drei besten
Schülerinnen desJahrgangs
ausgezeichnet: Jessica Müller, Claudia Schmitz und Nicole
Rex. Bei einem kleinenUmtrunk
konnten anschließend die erfolgreichen Absolventen die vergangenen
Ausbildungsjahre Revue
passieren lassen und von ihren Plänen und ihren beruflichen
Vorstellungen berichten.
Die Prüfung bestanden haben Nadine Anders, Ruth Backhaus,
Margarita Klassen, Jennifer
Kopp, Ewald Martens, Jessica Müller, Lindinar Oliveira-Dias,
Michaela Bausche, Razija
Ciplakovic, Kerstin Daisenberger, Fethiye Demirtas, Michaela Diethert,
Susan Ehring,
Helene Harms, Swetlana Hauser, Miriam Hielscher, Angela Hintze,
Yvonne Rathjen, Nicole
Rex, Bianca Sawitzki, Natalie Schellenberg, Claudia Schmitz, Sarah
Schumacher, Julia
Twarge, Kathrin Weigand, Tanja Wittkämper.
Neues Projekt zur Berufsorientierung
Landrat informierte sich darüber im Berufskolleg
(Anzeigen.Echo 00-05-10)
Oberberg. Das Berufskolleg Oberberg Kaufmännische Schulen Gummersbach und Waldbröl stellte sein neues Berufsorientierungsprojekt vor. Gäste waren auch Landrat Kausemann und Schuldezernent Decker. Unter der Bezeichnung BIC (Berufs-InformationsChance) arbeiten seit Sommer 1999 mehrere Lehrer und Sozialarbeiter zusammen, um eine bewusste Berufsorientierung zu ermöglichen. Die für dieses Projekt vom Arbeitsamt Bergisch Gladbach eingestellten Sozialarbeiter Chri-stina Köster und Michael Israel betreuen rund 100 Schüler der Handelsschule und 60 Schüler der Vorklassen der Höheren Handelsschule.
Viele dieser Jugendlichen sind den komplexen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nicht ausreichend gewachsen. Gründe hierfür sind u.a. mangelnde schulische Eingangsvoraussetzungen, unzureichende Kenntnisse betrieblicher Realitäten, fehlende Ausdauer, Selbstüberschätzung bzw.Selbstunterschätzung, geringes Selbstvertrauen, Unkenntnis über eigene Fähigkeiten und Neigungen.
Auf der Grundlage dieser Erfahrungen werden die Schüler systematisch mit Berufsinforina-tionen konfrontiert, im Rahmen von Praktika mit verschiedenen Berufsfeldern bekannt gemacht, bei Bewerbungen und Ausbildungsplatzsuche unterstützt, so durch den Kontakt mit Praktikern, Auszubildenden und, durch Betriebsbesuche mit der beruflichen Realität konfrontiert.
Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld der Sozialarbeiter sind Gespräche und Unterstützung bei persönlichen Problemen, welche die Ausbildungsplatzsuche behindern, wie Probleme im Elternhaus, Schulden, Krankheit.
Ziel des BIC-Projektes ist es, den angesprochenen Jugendlichen die Chancen auf einen für sie geeigneten qualifizierten Ausbildungsplatz zu erhöhen.
Berufskolleg
(Stadtanzeiger 00-06-01)
Die Schülerzahlen steigen, vor allem die Abgänger von Vollzeitschulen haben die Möglichkeiten des Berufskollegs Oberberg (Kaufmännische Schulen Gummersbach und Waldbröl) für sich entdeckt. Das Problem: Die Gebäude auf dem Hepel platzen ans allen Nähten. Das Berufskolleg will natürlich keinen Schüler abweisen, nur weil die,Raumkapazität nicht ausreicht.
Was also tun? Die Lösung sieht man in der Auslagerung von Klassen, womit der Kreisschulausschuss einverstanden wäre. Richtig grünes Licht muss aber der Kreisausschuss geben, der im nichtöffentlichen Teil seiner nächsten Sitzung vertragliche Angelegenheiten abklären wird. Anbieter von Räumen sind im Stadtgebiet Gummersbach vorhanden. Derzeit werden mit ihnen Verhandlungen geführt. Insgesamt sollen drei bis vier Klassen an einem anderen Standort untergebracht werden.
Hinzu kommt, dass die Schule laut eines Brandschutz-Gutachtens saniert werden muss. Kreis-Schuldezernent Hartmut Decker gab Entwarnung: "Das können wir im kommenden Jahr in aller Ruhe in Angriff nehmen, weil keine Gefahr besteht." Derzeit sei das Liegenschaftsamt dabei, ein Konzept zu erstellen. Während der Bauzeit müssen weitere Klassen anderweitig untergebracht werden.
Im Herbst diesen Jahres sollen alle Fakten auf dem Tisch liegen. Bis dann weiß man wohl auch, ob durch die baulichen Veränderungen Räume wegfallen, die jetzt noch zu Unterrichtszwecken genutzt werden. "Mittelfristig könnte uns eine Erweiterung der Schule ins Haus stehen", sagte Decker. Das hänge aber auch davon ab, wie sich die Schülerzahlen entwickeln.
Händler sollen mehr zusammen arbeiten
Perspektiven für den Einzelhandel untersucht
(OVZ 00-06-08)
"Der Einzelhandel in Gummersbach Perspektiven" war das Thema eines Projekts der Schüler der beiden Abschlussklassen des Einzelhandels am Berufskolleg Oberberg. Die Ergebnisse wurden laut Pressemitteilung unter anderem Vertretern der IHK, der Innenstadtgemeinschaft sowie einigen Einzelhändlern präsentiert.
Die Schüler hatten zuvor etwa 20 Unterrichtsstunden zur Verfügung, um mit unterschiedlichen Schwerpunkten am Projekt und der Ergebnissammlung zu arbeiten. Im Anschluss an die Präsentatior wurde rege zwischen Schülern und Einzelhändlern diskutiert. Vor allem junge Leute sollten verstärkt angesprochen werden, war die Meinung der Azubis. Der Wunsch nach einheitlichen Öffnungszeiten wurde unterschiedlich beurteilt. Die Forderung nach mehr Grün und Sitzgelegenheiten in der Fußgängerzone Kaiserstraße stieß unter den Anwesenden genauso auf Zustimmung wie ein Leitsystem in der Innenstadt. Es sei schon viel getan worden und vieles sei noch geplant, war das Resümee von Carl-Helge Zapp, dem Vorsitzenden der Innenstadtgemeinschaft. Von allen Seiten wurde vor allem die Notwendigkeit von mehr Zusammenarbeit möglichst aller Einzelhändler betont.
Neue Wege zur Berufsvorbereitung am Berufskolleg Oberberg
Pressemitteilung
Es gab ein Projekt für die drei Klassen des Berufsgrundschuljahres (BGJ) am Berufskolleg Oberberg - Kaufmännische Schulen - in Kooperation mit dem Familienerholungswerk des Erzbistums Paderborn in der Familienferienund Bildungsstätte am Biggesee statt.
65 Schülerinnen und Schüler bekamen die Chance, sich außerhalb der gewohnten Schulumgebung auf die bevorstehende Arbeitswelt vorzubereiten. Erfahrene Moderatoren der Bildungsstätte, in Kooperation mit den Klassenlehrer der BGJ-Klassen und von einem Schulsozialarbeiter unterstützt, hatten sich das Ziel gesetzt, die positive Darstellung und das Selbstbewusstsein des Einzelnen zu stärken. Daneben sollten die Schüler ihre Team- und Kommunikationsfähigkeiten
ausbauen, um dadurch ihre persönlichen Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.
Durch Frühsport und ein umfangreiches, abwechslungsreiches Frühstück gestärkt, ging es an die Arbeit. Angeleitet von den kompetenten Mitarbeitern
der Bildungsstätte wurde ein vielseitiges Arbeitsprogramm durchgeführt, bei dem sich fast .alle Schüler einbrachten.
Den Höhepunkt des Seminars bildete ein bunter Abend zum Thema "Beruf", bei dem die Schülerinnen und Schüler zeigten, was in ihnen steckt. Alle Texte und Bühnenstücke wurden eigenständig von den Teilnehmern entworfen. Die Ergebnisse waren wirklich bühnenreif Donnernder Applaus aller Zuhörer war der Lohn für einen langen Arbeitstag.
Die Beteiligten bewerteten das Seminar insgesamt positiv: In einer ersten Reaktion waren alle Schüler der Ansicht, dass sie Fortschritte gemacht hätten, um ihre Sicherheit im Verhalten und berufliche Schlüsselqualifikationen zu trainieren und zu stärken.
Für die im Rahmen des BICProjektes (Berufs-Informations-Chance) beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialarbeiter des Berufskollegs steht fest, dass ein solches intensives Seminar dazu beiträgt, die Berufschancen der Schüler zu verbessern.
Gummersbach, 2000-09-09
Über Umbau des Berufskollegs informiert
Wie kommen Schuler auf die Parkplätze?
(OVZ 01-11-30)
Von Andreas Arnold
ar. Gummersbach.
"Wie sollen künftig die gut 200 neuen Parkplätze am Berufskolleg auf dem Hepel angefahren werden?"Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Bürgerinformation, zu der der Oberbergische Kreis am Mittwochabend eingeladen hatte. Das Berufskolleg soll in den kommenden Jahren mit großem Aufwand um-, und angebaut werden. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen auch neue Parkplätze geschaffen werden, um nicht zuletzt die bisweilen chaotischen Verkehrsverhältnisse auf dem Hepel zu entlasten."Zurzeit steht noch nicht fest, wie die Parkplätze angesteuert werden sollen", erklärte Sozialdezernent Hartmut Decker nach der Veranstaltung. Man befinde sich in Abstimmungsgesprächen mit der Stadt Gummersbach. Eine Möglichkeit sei die Straße Am Wiedenhof; und die wird auch vom Kreis favorisiert. Doch diese Möglichkeit wird vor allem in den Reihen der Gurnmersbacher SPD sehr kritisch gesehen.
Kreis gehört nicht zu den Anliegern
Hier werde eine Straße kaputt gefahren, um eine Schule des Kreises zu erreichen. Der Kreis selbst sei aber nicht einmal Anlieger, so dass lediglich die Anwohner bei einer Wiederherstellung zur Kasse gebeten würden, sagen die Kritiker. In diesem Zusammenhang erwähnte Uwe Winheller als Vertreter der Stadt Gummersbach, dass der Kanal am Wiedenhof nach Abschluss der Umbauarbeiten auf dem Hepel in Angriff genommen werde, - voraussichtlich im Jahr 2005. Dann sei die Straße erst einmal für den Verkehr gesperrt, so dass die Parkplätze vom Hepel aus anzufahren seien. Wienheller vertrat ohnehin die Auffassung, dass die Anfahrt vom Berliner Platz aus die vermutlich bessere sei.
Optimal wäre ein Einbahnverkehr
Diese Zufahrt vom Hepel aus wurde ebenfalls am Mittwoch erörtert. "Optimal wäre ein Einbahnverkehr", meinte Decker.Eine weitere Variante, die am Mittwoch angesprochen wurde, würde den Verkehr hinter dem neuen Sportzentrum über die Straße In der Lochwiese führen. Ein entsprechender Vorschlag war seitens der Schule gemacht worden. "Diese Straße müsste sicherlich ausgebaut werden", räumte Kreisdezernent Hartmut Decker ein. Und wie sich Stadt Gummersbach entscheiden werde, könne er zurzeit noch nicht sagen.Ganz egal wie die Entscheidung ausfallen wird: Wichtig ist allen Beteiligten, dass die neuen Parkplätze des Berufskolleges auch angenommen werden. Erklärtes Ziel ist es, das Parkchaos auf dem Hepel zu beseitigen.
Anbau oder Abrissbirne? (OVZ 00-05-31)
Lossprechung von 25 Zahnarzthelferinnen (Anzeigen-Echo 01-08-08)
Neues Projekt zur Berufsorientierung (Anzeigen-Echo 00-05-10)
Klassen werden ausgelagert (Stadtanzeiger 00-06-01)
Perspektiven für den Einzelhandel untersucht (OVZ 00-06-08)
Neue Wege zur Berufsvorbereitung (Anzeigenecho 01-10-02)
Wie kommen Schüler auf die Parkplätze? (OVZ 01-11-30)
Werner Diedrich, Leiter der Kaufmännischen Schulen, wurde verabschiedet (OVZ 23.07.1998)
Euro Business Class eingerichtet(Anzeigen-Echo 25.03.1998)
Fachschüler stellten Projektarbeiten aus den Unternehmen vor (Oberbergischer Anzeiger 26.08.1998)
Kaufmännische Schulen verabschiedeten junge Betriebswirte (Anzeigen-Echo 24.06.1998)
60 Arzthelferinnen bestanden die Prüfung (Anzeigen-Echo 08.07.1998)
Elisabeth Witsch neue Schulleiterin (Kölner Stadt-Anzeiger 26.11.1998)
Schüler lieferten Ideen für kritische Theatercollage der KVHS (OVZ 00-02-24)
Für seine Schule und die Region viel erreicht und Akzente gesetzt
Werner Diedrich, Leiter der Kaufmännischen Schulen, wurde verabschiedet
(OVZ 23.07.1998)
"Großer Bahnhof" für Werner Diedrich: Der Leiter der Kaufmännischen Schulen des Oberbergischen Kreises wurde im Beisein von rund 206 Gästen aus dem öffentlichem Leben mit einer Feierstunde im evangelischen Gemeindehaus Dieringhausen in den Ruhestand verabschiedet. Dieser, so vermutete die stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Witsch, werde sicherlich ein "aktiver Ruhestand". Werner Diedrich habe während seiner neunjährigen Tätigkeit als Schulleiter" deutliche Akzente gesetzt".
Dank.,und Anerkennung für Diedrichs Wirken sprach Landrat Herbert Heidtmann im Namen des Oberbergischen Kreises als Schulträger aus. Die von Diedrich geleitete Schule sei ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe bei den gestiegenen Anforderungen in vollem Umfang gerecht geworden. Den scheidenden Oberstudiendirektor bezeichnete der Landrat als einen "verläßlichen, kompetenten, erfolgreichen und sympathischen Schulleiter und Gesprächspartner", der für seine Schule und den Kreis viel erreicht und neue Akzente gesetzt habe.
Den beruflichen Werdegang des 1934 in Trier geborenen Diedrich zeichnete die Leitende Regierungsschuldirektorin Ute Jacobs von der Kölner Bezirksregierung nach. Der Lehrerberuf, so bekundete Frau Jacobs, sei dem scheidenden Schulleiter nicht in die Wiege gelegt worden, vielmehr habe Diedrich nach dem Erwerb der Mittleren Reife zunächst eine Ausbildung zum Chemielaboranten bei den Bayer-Werken in Leverkusen absolviert. 1959 habe er am Abendgymnasium in Köln das Abitur nachgeholt - und dann in Köln Wirtschaftspädagogik und Chemie studiert und 1961 das Examen als Diplom-Handelslehrer gemacht. Am 1. August 1989 wurde Werner Diedrich, der sich auch im kirchlichen Bereich (Mitglied des Kirchenvorstandes der Pfarrgemeinde St. Franziskus) und in der Politik (Vorsitzender des Gummersbacher CDU Stadtverbandes) engagiert, Leiter der Kaufmännischen Schulen in Gummersbach und Waldbröl.
Ute Jacobs erinnerte an die Fachschule für Wirtschaft, die Diedrich 1994 eingerichtet und in enger Abstimmung mit der Wirtschaft zu einer erfolgreichen Einrichtung gemacht habe. Auch die von Diedrich initiierte Gesprächsrunde für Kaufleute habe sich zu einem wertvollen Forum für die oberbergische Wirtschaftsregion entwickelt. Ute Jacobs hob auch Diedrichs Engagement in verschiedenen Gremien (Verband der Lehrer an Wirtschaftsschulen, Mitglied des Bezirkspersonalrates für Lehrer an berufsbildenden Schulen, davon fünf Jahre als Vorsitzenden, Leiter des Studienkollegs zur Erlangung der Fachhochschulreife bei der KVHS und Mitglied der IHK-Prüfungskommission) hervor.
Dr. Hans Horn Mdl, Vorsitzender des Kreisschulausschusses, bezeichnete Werner Diedrich als "guten Anwalt der Menschen, für die Sie Verantwortung tragen". Diedrich sei für den Kreis stets ein "angenehmer und verläßlicher Gesprächspartner" gewesen, der das Ansehen der Schule gestärkt habe. Gummersbachs Bürgermeister Karl Holthaus meinte, Werner Diedrich habe seinen Beruf als Berufung und nicht nur als Job verstanden. Holthaus zeichnete den scheidenden Schulleiter mit der silbernen Gummersbacher Stadtmedaille aus. Zahlreiche weitere Grußredner würdigten das berufliche ' und ehrenamtliche Engagement von Werner Diedrich.
Für das Lehrerkollegium hob Kurt Borner die "Toleranz und Integrationsfähigkeit, aber auch seine Fähigkeit zu tragfähigen Kompromissen" hervor. Zudem habe er es glänzend verstanden, die Lehrerschaft bei der "Bildungs- und Erziehungsarbeit zu fordern". Das gelungene Rahmenprogramm wurde ebenfalls vom Schulkollegium gestaltet.
Euro Business Class eingerichtet
(Anzeigen-Echo 25.03.1998)
Die Kaufmännischen Schulen des Oberbergischen Kreises bieten zum Schuljahr 1998/99 zum ersten Mal eine zweijähige "Euro Business Class" der Höheren Handelsschule an. Sie reagierten damit auf die Errichtung des europäischen Binnenmarktes, der in Zukunft Arbeitsplätze mit einem stärkeren Profil in fremdsprachlichen Fertigkeiten und Kenntnissen über Wirtschaft, Geschichte und Kultur der EU-Länder schaffen wird. Die Euro Business Class führt zum Abschluß der Fachhochschulreife (schulischer Teil) und legt die Grundlage für eine qualifizierte Berufsausbildung im zusammenwachsenden Europa. Schülerinnen und Schüler mit dem Zeugnis der Fachoberschulreife und Interesse an Fremdsprachen erhalten neben den üblichen Fächern der Höheren Handelsschule verstärkt Fremdsprachenunterricht. So werden neben dem 5-stündigen Englisch- und dem dreistündigen Spanischunterricht die Fächer Volkswirtschaftslehre und Eurokunde zusätzlich in Englisch unterrichtet. Zum Programm gehört auch ein zweiwöchiges Praktikum oder Projekt in einem europäischen Nachbarstaat. Die Schule erwartet, daß die Absolventen dieser Euro Business Class. ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessern.
Interessenten melden sich im Sekretariat der Kaufm. Schulen des Oberbergischen Kreises, Hans-Böckler-Straße 5, 51643 Gummersbach oder unter der Telefonnummer 02261/92960.
Fachschüler stellten Projektarbeiten aus den Unternehmen vor
(Oberbergischer Anzeiger 26.08.1998)
Lauter angehende Wirtschaftsfachleute stellten in den Räumen der AOK Gummersbach die anschaulichen Ergebnisse eines "100-Stunden-Projektes " vor, das sie als Projektgruppen in verschiedenen oberbergischen Unternehmen erarbeitet hatten. Die Schüler und Schülerinnen der Fachschule für Wirtschaft, die am Berufskolleg Oberberg auf dem Hepel angesiedelt ist, hatten Aufträge aus der Wirtschaft durchgeführt, ihren Auftraggebern Probleme aufgezeigt, aber auch Lösungsvorschläge und Handlungsalternativen dargelegt. Eine Gruppe entwickelte ein unveerwechselbares Firmenlogo, andere erschlossen neue Märkte, entwickelten Strategien zur Vermarktung eines neuen Sportschuhs oder erarbeiteten eine Konzeption zur Vermarktung eines Caritas-Wohnhauses.
60 Arzthelferinnen bestanden die Prüfung
Hoher Qualitätsstandard in der Ausbildung
(Anzeigen-Echo 08.07.1998)
60 Arzthelferinnen konnten nun nach dreijähriger Ausbildung ihren Arzthelferinnenbrief in Empfang nehmen."Das war ein guter Jahrgang, ich konnte mich persönlich von ihren guten praktischen Fähigkeiten überzeugen", meinte der Vorsitzende der Ärztekammer Oberberg anläßlich der gemeinsamen Lossprechungsfeier von Ärztekammer und Kaufmännischen Schulen des Oberbergischen Kreises. Eine gute Arzthelferin sei auch gefordert, die zahlreichen Streßsituationen in einer Arztpraxis zu entspannen. Sie solle in vielen Situationen vermitteln, beruhigen und stabilisieren. Starke Nerven seien eine gute Grundlage, um diesen Beruf dauerhaft ausüben zu können. Dr. Fontaine, immer noch aktiv für die Auszubildenden als Ausbildungsberaterin, lobte die Ausbildungssituation, da sie in keinem Fall vermittelnd zwischen Ausbilder und Azubi tätig werden mußte. Um die Ausbildung an der Berufsschule auf hohem Qualitätsniveau zu halten, sind die Anforderungen an die Lern- und Leistungsbereitschaft der Auszubildenden hoch. In der Oberstufe mußten alle Arzthelferinnen auf den sonst freien Samstag verzichten, um Laborkunde und Fachkunde zu büffeln. Damit zeigt dieser Bildungsgang bereits einen hohen Grad an Flexibilisierung in der Ausbildung. Gleichermaßen bemüht sich die Berufsschule um qualifizierten und praxisnahen Unterricht, was sich an den durchgeführten Praktika der Lehrer zeige.
Zum letzten Mal in seinem aktiven Berufsleben nahm Oberstudiendirektor Diedrich an der Lossprechungsfeier teil.
Kaufmännische Schulen verabschiedeten junge Betriebswirte
(Anzeigen-Echo 24.06.1998)
In einer Feierstunde verabschiedeten die Kaufmännischen Schulen des Oberbergischen Kreises nach vier Ausbildung 22 junge Betriebswirtinnen und Betriebswirte. Wie schon im vergangenen Jahr war diese Veranstaltung eingebettet in die nun schon elfte Gesprächsrunde für Kaufleute.
Dieses Mal konnten Manfred Stettes von der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und der Leiter der Kaufmännischen Schulen, Werner Diedrich, über hundert Gäste in den Räumen der Sparkasse in Bergneustadt begrüßen. Sie alle hatten sich eingefunden, um 22 junge Damen und Herren zu feiern, die vor vier Jahren eine Weiterbildung zur/zum "Staatlich geprüften Betriebswirtin/Betriebswirt" mit dem Schwerpunkt Absatzwirtschaft begonnen und nun erfolgreich beendet haben. Die Kaufmännischen Schulen bieten diese Maßnahme im Rahmen ihrer Fachschule für Wirtschaft an. Das Programm, durch das die Leiterin dieser Fachschule Dagmar Dick, führte, bot einer Rückblick der Schülerinnen und Schüler und des Klassenlehrers, Karl-Heinz Theisen, auf diese vier Jahre, die von viel Arbeit, wenig Freizeit, aber durchaus auch viel Spaß geprägt waren.
Der zweite Programmteil war dem Blick in die Zukunft gewidmet: Zum einen durch die weltumspannende "Vision Globalisierung" im Vortrag von Klaus Oehler von der Firma Steinmüller, zum anderen durch die konkreten und durch eigenes Erleben geprägten Ausblicke zweier Ehemaliger, Jürgen Donat und Walter Brockhorst, die ganz handfeste Tips für die neuen Betriebswirtinnen und Betriebswirte bereithielten.
Fazit dieses Blicks in die Zukunft: Unternehmungen, die weltweit aktiv sind, brauchen hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die jungen Betriebswirte haben gelernt, Handlungssituationen zu erkennen, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen und in vernetzten Zusammenhängen zu denken. Damit stellen sie ein hohes Potential dar, das sich die oberbergischen Unternehmen zunutze machen sollten.
Gelassen an die neue Aufgabe gegangen
Elisabeth Witsch neue Schulleiterin
(Kölner Stadt-Anzeiger 26.11.1998)
Nach der Pensionierung des langjährigen Schulleiters Werner Diedrich hat das Berufskolleg Oberberg, Kaufmännische Schulen Gummersbach/ Waldbröl jetzt eine neue Schulleiterin: Elisabeth Witsch, seit 1989 stellvertretende Schulleiterin wurde Nachfolgerin von Diedrich. Nach ihrer Ernennung steht nun auch der Ausschreibung für den Stellvertreter nichts mehr im Wege.
Elisabeth Witsch hat ihr Examen als Diplom-Handelslehrerin in Köln absolviert und lehrt seit 1975 an der Gummersbacher Einrichtung, zunächst in den Fächern Wirtschaftswissenschaften, später wegen des großen Bedarfs auch Mathematik. Mit Gelassenheit sieht die 50jährige Overatherin der Aufgabe entgegen, die sie schon als Stellvertreterin ausgefüllt hat. Nur der neue Titel der Schuleinrichtung sei gewöhnungsbedürftig, meinte sie. Bekanntlich wurden zu Beginn des Schuljahres die drei beruflichen und die Kolleg-Schulen des Oberbergischen Kreises zusammengeführt. "Berufs-Kolleg Oberberg" melde sich die Sekretärin jetzt am Telefon und müsse schnell den Untertitel "Kaufmännische Schulen Gummersbach und Waldbröl" hinterherschieben, so Schulleiterin Witsch: "Sonst bekommen wir gleich die Meldung "Entschuldigung, falsch verbunden."
Schüler lieferten Ideen für kritische Theatercollage der KVHS
(OVZ 00-02-24)
Unter der Überschrift "Szenen zum und vom Beruf" stand gestern Morgen eine Aufführung der Theatergruppe der Kreisvolkshochschule, Leitung Volkhart Bode. Das Publikum waren Schüler des Berufskollegs Oberberg, Kaufmännische Schulen Gummersbach und Waldbröl. Und die waren es auch, die den Theater-Profis um Volkhart Bode die Textvorschläge und Konzepte für die kleinen Stücke geliefert hatten; aus der Praxis wenn man so will. Ziel der Schule, war es, den Zehntklässlern den Einstieg in das Berufsleben ein wenig zu erleichtern. Und so wurden Themen wie "Streit und Mobbing am Arbeitsplatz", Mein Wunschberuf", "Die Kunst sich zu bewerben", oder aber der berühmte "Prüfungsstress" auf die Bühne des Bruno-Goller-Hauses gebracht. Volkhart Bode hatte während der Vorbereitung die Themen der Schüler aufgegriffen und mit viel Engagement in seinem Drehbuch verarbeitet. Gemeinsam mit dem am BIC-Projekt (Berufs-Informations-Chance) des Berufskollegs teilnehmenden Schülern wurden die Szenen vorbereitet.
Zwischen den einzelnen Auftritten wurden ausschnittsweise Passagen gelesen aus dem "Tagebuch einer Sekretärin" und dem "Brief eines Chef an seine Sekretärin" (Ludwig Reiners, 1952), die auch heute, wie Bode meinte, so aktuell seien wie vor beinahe 50 Jahren.